Big Island

Heute ist unser letzter Tag auf Hawaii und ich dachte ich fasse mal die Ereignisse der vergangenen Tage kurz zusammen…

Wie bereits erwähnt, hatten wir für Sonntagabend zum Sonnenuntergang eine Tour auf dem aktivsten der 3 Vulkane von Big Island gebucht.
Unser Guide “Daniel” holte uns um kurz vor 16h am Hotel ab und wir machten uns mit unserer kleinen illustren Gesellschaft (wir waren nur zu Dritt-wir und eine Japanerin) im Jeep auf den Weg.
Daniel ist der Prototyp eines Hawaiianers -riesig groß, komplett tätowiert und nebenberuflich Musiker.
Er erklärte uns, seinen Körper formten japanischer Reis und deutsches Bier.
Wie sich herausstellte, hatten er und unsere japanische Begleiterin eine Vielzahl gemeinsamer Bekannte und man kam  sich darüber überein, dass die Welt ein Dorf ist.
Unser erster Stopp war an den Regenbogen-Wasserfällen. Warum sie diesen Namen tragen, konnten wir leider nicht verifizieren, da es mal wieder in Strömen regnete, aber zumindest war es ein warmer Regen.
Der nächste Halt war an der bekanntesten und -mit 250.000 Bäumen- größten Makadamianussfarm von Hawaii. Es gab richtig gutes Schokoladeneis mit Nussstücken und kleinem Souvenirshop.
Weiter ging es durch einen Lavatunnel, der sich bildet wenn flüssiges Lava auf seinem Weg ins Tal an der Oberfläche aushärtet, aber in der Mitte weiterfließt.
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Wir sahen dampfende Steine (der Dampf entsteht wenn Regenwasser durch das poröse Lavagestein in die Erde einsickert und dort wegen der Hitze des Vulkans verdampft.

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Und schließlich gelangten wir zum Vulkankrater. Daniel erzählte uns, dass seit dem Tsunami auf Japan der Vulkan weniger aktiv ist und weniger Lava im Krater vor sich hin brodelt. Solange es noch hell war, sah man bis auf den Rauch nichts, aber nach einem schnellen Lunch bzw. Dinner und einer kurzen Führung durch das angrenzende Museum, sah man das Glühen der Lava, dass sich am nachtschwarzen Horizont abzeichnete.
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Wenn es nicht so bitterkalt gewesen wäre, dass einem die Zähne unaufhörlich klapperten, hätte man noch Ewigkeiten dort verbringen können.
Auf dem Rückweg lauschten wir den Klängen von Daniels Band, die sich wirklich hören lassen kann.

Am Montagmorgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in den Nordwesten der Insel, wo es deutlich wärmer und regenarmer ist.
Montag und Dienstag verbrachten wir an Pool und Strand, lasen bzw. hörten unsere Bücher, gingen abends schön Essen… -kurzum: wir haben uns entspannt.

Nach zwei Tagen Entspannung wurde uns jedoch etwas langweilig, so dass wir gestern auf eigene Faust eine Schnorchel Tour unternommen haben. Wir haben uns im nächstgrößten Ort das entsprechende Equipment ausgeliehen und haben entlang der Westküste die verschiedenen Buchten angefahren. Es ist unglaublich, was sich alles unter Wasser tummelt. Wir sahen unzählige bunter Fische und schwammen mit Meeresschildkröten. Wir führen bis zum südlichsten Punkt der USA.
Leider hatte unterwegs der Wind etwas aufgefrischt, so dass wir am letzten Punkt unserer Tour -am schwarzen Sand Strand- nicht mehr ins Wasser gehen konnten.
Es war ein richtig toller Tag!
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Auf dem Rückweg beschlossen wir irgendwo zu Abend zu essen. Leider haben es die Hawaiianer nicht so mit späten Abendessen, so dass um kurz vor 20h die meisten Restaurant schon geschlossen hatten oder am Schließen waren. So steuerten wir das erst beste Restaurant an, bestellten uns eine Pizza und wurden gebeten diese mitzunehmen, da sie beabsichtigten in 15 Minuten das Restaurant zu schließen – was sonst?! -es war ja schließlich schon 20:15h! 🙂
Also schnappten wir uns unsere Pizza und aßen sie im Auto.
Thierry, der allgemeinhin nicht gerade als Gourmet bekannt ist, war über das Abendessen etwas betrübt und meinte so habe er sich den letzten Abend auf Hawaii nicht vorgestellt. Ich mir zwar auch nicht, aber ich dachte mir, besser so ein Abendessen, als gar kein Abendessen:-) Außerdem war meine äußere Erscheinung nicht gerade für ein Sternerestaurant geeignet. Ich hatte am Abend bei einer -Rette-den-Fotoapparat-vor-einer-riesen-Welle-Aktion meine Shorts komplett durchnässt und trug nun Thierrys Ersatzshorts (ungefähr 3 Größen zu groß) und seine Baseballkappe, die meine von Wind und Wasser gestylten Haare verdecken sollte.
Nach einem langen Tag, hatte mich der Schlaf regelrecht übermannt, während Thierry noch die Koffer für den Rückflug packte.
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… Und so gehen unsere Flitterwochen zu Ende.

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Es waren drei tolle Wochen mit unvergesslichen Eindrücken!

Kleiner Check: Kopf, zwei Arme, zwei Beine, zehn Finger, zehn Zehen und das Ganze mal zwei … ich würde sagen, wir sind keinem Hai zum Opfer gefallen, sondern kommen vollständig und wohlbehalten demnächst nach Hause 🙂

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